Auf dem Weg nach Sandenssjoen

Abenteuer Norwegen

 

Der Hinterreifen bricht aus. Ich verliere die Kontrolle über mein Fahrrad, werde auf die Gegenfahrbahn geschleudert. Gut das der Verkehr auf der RV 17 im März so gering ist. Die Schneewehe auf der Fahrbahn hatte verhindert, dass sich die Spikes meiner Reifen in das Eis krallen. Die Windböe besorgte den Rest. Die vereiste Fahrbahn hat so ihre Tücken. Mit meinen Sportshuhen finde ich keinen griffigen Halt. Den müssen die Spike Reifen des Fahrrads übernehmen.

Weiter geht es von Brønnøysund bis nach Bodø entlang der norwegischen Nord-West Küste. 400 km auf vereisten Strassen, durch Schneewehen und und von starken Fallwinden geplagt. Der Polarkreis wird, wie üblich, mit der Fähre überquert.

Der auch für norwegische Verhältnisse sehr starke Wind und die Dehydrierung durch die  trockene, und kalte Luft zerren sehr an den Kräften. Dafür ist es tagsüber sehr häufig sonnig, Nachts im Zelt fallen die Temperaturen dagegen demenstprechend. Es hat sich einmal mehr gezeigt, dass der größte Feind im Winter nicht die Temperaturen sind, sondern das Schwitzen und die damit verbundene Auskühlung.

Trotzdem war  es ein einmaliges Erlebnis mit dem Fahrrad durch die verschneite Winterlandschaft  zu gleiten. Alles in Allem ist es nicht so schwer gekommen, wie vor der Reise geglaubt.

Für mich vom Erlebniswert eine tolle Tour, die ich gerne nächstes Jahr an anderer Stelle wiederholen würde.

 

Klaus